| Die Profesoren
der Akademie |
| Evgueni
Grach - geige
Evgueni Grach wurde in Russland
als Sohn einer Musikerfamilie geboren. Seine geigerische Ausbildung
erhielt er am Konservatorium von Moskau. Seine Lehrer waren Leonid Kogan,
Igor Beszrodny und Valerie Klimov. Ebenso erhielt er Unterricht bei David
Oistrakh und Henryk Szering. 1981 gewann Evgueni Gratch den ersten
Preis des internationalen Musikwettbewerbs Wienlawsku. 1984 gewann er
den zweiten Preis des Violinwettbewerbs der russischen Föderation. 1985
schloss er sein Studium am Moskauer Konservatorium mit "summa cum laude"
ab. Wenig später wurde ihm der Titel des Geigenlehrers des gleichnamigen
Konservatoriums erteilt. Als Solist trat er mit bedeutenden russischen
Orchestern auf wie zum Beispiel des Symphonieorchesters von Moskau unter
der Leitung von Pavel Kogan. Mit diesem Orchester unternahm er zahlreiche
Tourneen in Europa und nach Asien. Ebenso als Solist trat Evgueni
Gratch in den wichtigsten Konzertsälen von Moskau und Sankt Petersburg, in
den Festspielen von Merano(Italien), Taiwan, Honkong und Perelada(Spanien)
auf. Von 1991 bis 1994 war er Konzertmeister des "Orquesta Ciudad de
Barcelona y Nacional de Cataluña". In dieser Zeit nahm er eine CD mit
Kompositionen von Lluís Benejam auf. 1992 spielte er ein Konzert im
königlichen Palast von Pedralbes auf einer Stradivarius Geige der
berühmten Sammlung "Palatina" des spanischen Königshauses. Seit 1994
ist Evgueni Grach Stimmführer im London Symphony Orchestra. Dort arbeitete
er u.a. mit Dirigenten wie Sir Georg Solti, Sir Colin Davis, Sir Yehudi
Menuhin, Lorin Maazel, Rostropovich, Mehta, Rattle, Ozawa, Boulez. Seit
1997 wird Evgueni Grach regelmässig als Konzertmeister des "Orquesta
Sinfónica del Gran Teatro del Liceu", der Oper von Barcelona
eingeladen. Als engagierter Kammermusiker hat er weite Teile des
Repertoires mit Geige aufgeführt und ist zur Zeit Mitglied der London
Symphony Orchestra Chamber Players, des Ensembles "Laureat" sowie des
Klaviertrios Myong/Grach/Thiemann. Evgueni Grach nimmt intensive
pädagogische Tätigkeiten in London, Moskau, Barcelona und Tarragona
wahr. Seine Aufnahme der Doppelsonate von Prokoviev ist Teil der Serie
"Russian Revelations.
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| Lothar
Strauss - Violine
Lothar
Strauß ist einer der führenden deutschen 1.Konzertmeister.
Seit seinem 23. Lebensjahr spielt er auf dieser Position in der
Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Alter von 5 Jahren begann
er mit dem Violinspiel und setzte schon bald seine Ausbildung an
der Spezialschule für Musik in Berlin fort. 1976 kam er in
die Meisterklasse von Prof. W. Scholz und errang in den folgenden
Jahren mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben. 1984 begann
seine Konzertmeisterkarriere. Im selben Jahr übernahm er einen
Lehrauftrag an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.
1989 wurde er zum Primarius des Streichquartetts der Deutschen Staatsoper
Berlin berufen. Mehrere Jahre spielte er intensiv Klaviertrio. Von
1990 an gastierte er als 1.Konzertmeister bei den meisten Orchestern
in Berlin, außerdem in Hamburg, Dresden, Köln, Frankfurt
a.M., Leipzig, Genf, Barcelona, Carracas und anderen Städten.
Rezitale, solistische Auftritte sowie die Tourneen mit der Staatskapelle
führten ihn durch Europa, in den Nahen Osten, nach Nord-, Mittel-,
und Südamerika, sowie nach Asien. Lothar Strauß ist Mentor
der Orchesterakademie der Staatskapelle. Seit 2001 unterrichtet
er an der Hochschule „Felix Mendelsson Bartholdy“ in Leipzig. Mit
vielen herausragenden Künstlern durfte er in mehr als 1500
Oper- und Ballettvorstellungen sowie Konzerten gemeinsam auftreten.
Stellvertretend seien hier folgende Dirigenten, Instrumentalisten,
Sänger und Tänzer genannt: Claudio Abbado, Cecilia Bartoli,
Alfred Brendel, Graham Clark, Elisabeth Connell, Placido Domingo,
Bruno Leonardo Gelber, Michael Gielen, Carl Maria Giulini, Günther
von Kannen, Lang Lang, Yo Yo Ma, Vladimir Malakhov, Kurt Masur,
Oliver Matz, Zubin Mehta, Waltraud Meier, Anna Netrebko, Rudolf
Nurejew, Deborah Polaski, Thomas Quasthoff, Dorothea Röschmann,
Mstislav Rostropowitsch, Peter Schreier, Peter Seiffert, Polina
Semionova, Juri Temirkanow, John Tomlinson, José de Udaeta,
Rolando Villazon, Kwangchul Youn, Pinkas Zukerman und insbesondere
der Chefdirigent der Staatskapelle Berlin Daniel Barenboim.
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| Paul
Silverthorne - bratsche
Paul
Silverthorne verbindet seine Solistenkarriere als einer der führenden
englischen Bratscher mit seinen Positionen als Solobratscher des
"London Symphony Orchestra" und der "London Sinfonietta"
sowie seiner Lehrtätigkeit an der "Royal Academy
of Music" in London. In ganz Europa und den USA spielte
er als Solist mit vielen der bedeutendsten Symphonieorchestern Englands
und der USA unter den Dirigaten u. A. von Sir Colin Davis, André
Previn, Kent Nagano, Oliver Knussen und John Adams. Viele führende
Komponisten unserer Zeit schrieben Werke für ihn. Seine Aufführung
des Bratschenkonzerts von Robert Saxton in der Royal Albert Hall
von London wurde in der "Times" so beschrieben: "Paul
Silverthorne ist ein Virtuose sowohl der Sensibilität als auch
der Technik". Ähnlich begeisterte Kritiken erhielt er
für seine Welturaufführungen der Bratschenkonzerte von
John Woolrich (1995) sowie von Michael Berkeley (1996). Diese Aufführungen
fanden im Rahmen des "Cheltenham Festival" statt. Seine
Soloengagements führen Paul Silverthorne regelmäßig
in weite Teile der Welt. In der jüngeren Vergangenheit bereiste
er auf Tourneen Russland, die Ukraine und die USA. Ebenso trat er
in Prag und Zagreb auf. Während des Monat´s Mai 1999
war er "artist in residence" der "New York University". Im
Jahr 2001 führte er im Lincoln Center von New York Martinu´s
Rapsodie-Konzert mit dem London Symphonie Orchestra unter der Leitung
von Sir Colin Davis auf. Paul Silverthrone spielte für EMI,
NMC, ASV, Albany und Merdian ein. Seine jüngste CD "Invocations"
für Black Box (Juni 2001) fand die einhellige Begeisterung
der Fachpresse. Als Pädagoge wird Paul Silverthrone zu Meisterklassen
in alle Welt eingeladen und nimmt darüber hinaus einen Lehrauftrag
für Bratsche am "Royal College of Music" in London.
Diese Schule stellte ihm eine bedeutende Bratsche aus eigener Sammlung
zur Verfügung: eine Amati - Bratsche aus dem Jahre 1620
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| Andriy
Viytovych - bratsche
Andriy Viytovych
wurde in der Ukraine geboren. Er erhielt seine musikalische
Ausbildung am Konservatorium von Lviv(Ukraine) und an der Internationalen
Musikakademie Yehudi Menuhin (Schweiz). Prägend waren für ihn besonders
seine Lehrer Alberto Lysy und Johannes Eskaer, mit denen er auch als
Kollege in vielen Konzerten auftrat sowie zahlreiche Kammermusikwerke
einspielte. Als Mitglied der Camerata Lysy bereiste er die Schweiz,
Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, die Ukraine sowie
Argentinien. 1996 ging Andriy Viytovych nach London und wurde zunächst
stellvertretender Solobratscher des London Symphony Orchestra. Er spielte
fortan als Solobratscher auch in Orchestern wie das BBC Symphony
Orchestra, das Scottish Chamber Orchestra, die English Sinfonia, die
London Sinfonietta, das London Symphony Orchestra. Er arbeitete u.a.
mit den Dirigenten Sir Georg Solti, Sir Colin Davis, Mstislav
Rostropovich, Pierre Boulez, Bernard Haitink. Sein Enthusiasmus für die
Kammermusik liess Andriy Viytovych Mitglied zahlreicher Kammermusikgruppen
werden. Dazu gehören die Camerata Lysy, die London Symphony Orchestra
Chamber Players, das Razumovsky Ensemble und die Covent Garden
Soloists. Seit dem Jahr 2000 ist Andriy Viytovych erster Solobratscher
des Symphony Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden. Er ist
ausserdem Professor für Bratsche am Royal Collage of Music,
London.
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| Peter
Thiemann - cello
Peter
Thiemann ist Gründer und künstlerischer Leiter von AIMS. Als
Cellist erhielt er seine Ausbildung von Agnes Buntrock, Ferenc Míhaly,
Martin Ostertag, Janos Starker und Maurice Gendron. Seit 1987
ist er 1. Solocellist des Gran Teatre del Liceu, des Opernhauses
von Barcelona und Professor für Cello am Conservatori Superior de
Música del Liceu, Barcelona. Als Solist, Kammermusiker und Gastdozent
war Peter Thiemann in weiten Teilen Europas, Nord- und Sudamérica,
Asien und im Nahen Osten tätig. Neben pädagogischen Veröffentlichung
für das Katalanische Erziehungsministerium ist er Autor einer Tonleitermethode
für Violoncello, die 1989 in der "Edicion Iberica" des
Verlages Boileau von Barcelona erschien. Im Februar 2005 folgte
Peter Thiemann dem Ruf des Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim,
Cellolehrer der Stiftung Barenboim-Said zu werden. Seit September
2005 verbindet er alle beruflichen Verpflichtungen mit der Aufgabe,
palästinensischen Kindern und Jugendlichen in Ramallah und anderen
Orten der besetzten Gebiete Instrumentalausbildung zu ermöglichen. Zu
den für 2007/2008 vorgesehenen Aktivitäten gehören ausserdem Uraufführungen
neuer Kompostionen, Lehrtätigkeiten als Gastprofessor in Spanien,
Israel und den USA sowie Konzertverpflichtungen in Europa, den USA
und dem Nahen Osten.
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| Roel Dieltiens - Cello
Der
belgische Cellist Roel Dieltiens, geboren 1957, spielt sowohl modernes
als auch Barrockcello. Als Sohn eines Theorie- und Harmonielehrers
gab es sich, dass er zunächst Klavier lernte. Als er 15 Jahre alt
war und beinahe die Musik aufgeben wollte, wurde er von seinem Bruder,
der die Flöte in René Jacob’s Concerto Vocale spielte, dazu ermutigt,
das Cello auszuprobieren. Es war so etwas wie Liebe auf den ersten
Blick. Drei Jahre später gewann er den 1. Preis (Abschlussprüfung)
des Königlichen Konservatoriums von Antwerpen und setzte seine Studien
danach am Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel fort. Später
studierte er mit André Navarra in Detmold und mit Pierre Fournier
in Genf. Ihm wurden in dieser Zeit Ehrendiplome der Akademie
für Solisten, Wolfenbüttel und der Accademia Chigiana di Siena (Italien)
verliehen. Zur gleichen Zeit begann Roel Dieltiens bereits eine
Zusammenarbeit mit dem Geiger André Gertler, dem Klarinettisten
Walter Boeykens und dem Kontratenor und Dirigenten René
Jacobs, zu dessen regulärer Continuocellist er wurde. Zeitgleich
und für viele Jahre war er Solocellist im Orchestra of the 18th
Century unter Frans Brüggen. Zeitgenössische Komponisten, u.a.
Luc Van Hove und William Bolcom baten ihn, ihre Werke zur Uraufführung
zu bringen. Als prominenter Kammermusiker gründete er gemeinsam
mit Frank Braley (Klavier), Christine Busch (Geige) das Ensemble
Explorations. Mit diesem Ensemble trat er in Konzertsälen und
Festivals weltweit auf und spielte mehrere CDs ein, die von Presse
und Publikum bejubelt wurden. Gemeinsam mit dem Choreographen
Alain Platel und dem Les Ballets C de la B he gründete er ‘Iets
op Bach’, ein Ensemble, dass den ‘Time Out Live Award’ in London
in 1998 und die ‘Masque d’Or’ in Montreal in 1999 gewann. Roel
Dieltiens ist lehrt Cello an der Hochschule für Musick und Theater
in Zürich. Als Jurymitglied war er zu bedeutenden Wettbewerben,
u.a. dem Bach Wettbewerb Leipzig und dem Tschaikowski Wettbewerb
Moskau, eingeladen.
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| Seon-hee
Myong - klavier
Seon-hee Myong
wurde in Seoul, Korea, geboren, wo sie ihren ersten Klavierunterricht
im Alter von vier Jahren erhielt. Mit neun Jahren debütierte
sie in Seoul in einem Soloabend, der ausschließlich Sonaten
L.v.Beethoven´s gewidmet war. Mit dreizehn Jahren spielte
sie als Solistin mit dem "National Orchestra of Korea"
Tschaikovski´s Konzert in b moll. Im Alter von fünfzehn
Jahren ging sie in die USA, um mit Joseph Kalichstein an der "North
Carolina School of the Performing Arts" zu studieren. Anschließend
studierte sie an der "Indiana University, Bloomington"
mit Zadel Skolowsky und Edward Auer, legte dort ihr "Bachelor´s
Degree" ab und ihr wurde das "Performer´s
Certificate", der höchsten Auszeichnung der Schule verliehen. 1988
erlangte sie nach Sudium mit Prof. Kalichstein das "Master´s
Degree" der berühmten "Julliard School" von
New York. Seon-Hee Myong wurde mit wichtigen Preisen ausgezeichnet,
so z. B. Mit dem "Helena Rubinstein Award" oder dem "William
Patscheck Award". Von 1988 bis 1990 war sie Lehrbeauftragte
für Klavier an der "New York State University". Als
Solistin und Kammermusikerin trat Seon- hee Myong in den USA, Asien,
Europa und Südamerika auf. Mit dem spanischen Cellisten
Lluís Claret nahm sie eine CD "Hommenage a Pau Casals"
auf. In Deutschland, Korea und der Schweiz spielte sie für
Rundfunksender ein. In den letzten Jahren widmete sie sich intensiv
der Kammermusik, vor allem mit dem Duo Myong-Thiemann sowie dem
Trio Myong-Grach-Thiemann. In Barcelona, der Stadt, in der sie
seit 1990 lebt, ist Seon-Hee Myong als Klavierpädagogin tätig. Im
Februar 2005 folgte Seon-hee Myong dem Ruf des Dirigenten und Pianisten
Daniel Barenboim, Klavierlehrerin der Stiftung Barenboim-Said zu
werden. Seit September 2005 verbindet sie alle beruflichen Verpflichtungen
mit der Aufgabe, palästinensischen Kindern und Jugendlichen
in Ramallah und anderen Orten der besetzten Gebiete Instrumentalausbildung
zu ermöglichen.
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